An einem seidenen Faden hängende Sachsenmeisterschaft wird zum Erfolg
- PSV Zittau entzündet das Olympische Feuer in Oberwiesenthal
-10 Einzelmedaillen und alle neun Teilnehmer unter den besten Sechs
- unsere Sachsenmeister starteten aus der letzten Startreihe
- jede Medaille kostet unseren Verein ca. 300 Euro
- alles für das Zittauer Gebirge, alles für die Oberlausitz
Nun war es wieder so weit. Der Wintersaisonhöhepunkt stand vor der Tür. Wir hatten in diesem Jahr das große Glück, dass wir schon einige Skiwettkämpfe als Wintersportler absolvieren konnten. Wer bis jetzt geschlafen hat, ein kleiner Tipp, der Winter ist vorbei. Wie in jedem Jahr ist die Landesmeister-schaft der Höhepunkt in unserem Wettkampfkalender. Und der aktive Stamm unseres Vereines bereitet sich auch jedes Jahr ganz zielstrebig auf diesen Höhepunkt vor. Nach unserer Kreismeisterschaft ging es zur Regionalmeisterschaft. Danach starteten wir beim Iserlauf oder beim Alpe Tännicht. Beides eine gute Vorbereitung für diese Meisterschaft. Aber Achtung, unsere Teilnahme an der Meisterschaft war in Gefahr und hing lange in der Schwebe. Denn der Termin der Meisterschaft wurde erst sehr spät vom Skiverband bekannt gegeben und dann auch noch auf den Ferienbeginn und gleichzeitig auf den Beginn der Olympischen Spiele gelegt. Mit der Begründung, wem was an der Meisterschaft liegt, der richtet sich das schon ein. Und es waren sehr viele Wintersportler, die sich diesen Termin eingerichtet haben und während der Meisterschaft oder unmittelbar nach der Siegerehrung in den Urlaub oder zu den Spielen nach Italien gefahren sind. Nur in unserem Verein sah es so aus, als wollte das nicht klappen. Denn viele Familien mit unseren Sportlern starteten genau zum Ferienbeginn (Samstag) in den Urlaub. Es ist schade, dass für viele Vereinsmitglieder die Einsicht zur Notwendigkeit etwas fehlt. Ich habe als Vereinssportler nicht nur Rechte, ich habe auch echte Verpflichtungen. Und wenn ich genau zum Saisonhöhepunkt meinem Verein nicht zur Verfügung stehe, ihm den Rücken kehre und somit im Stich lasse, habe ich Vereinsleben nicht ganz verstanden. Wenn unser Skispringer Philipp Raimund lieber in den Urlaub gefahren wäre, als zu seiner Aufgabenerfüllung bei Olympia, wäre die Goldmedaille nicht nach Deutschland gegangen.
Auch wir als Verein interpretieren uns über Leistungen. Ohne Leistungen kein Ansehen und ohne Ansehen keine Finanzierung. Ist das wirklich so schwierig zu verstehen???
Da ursprünglich alle erfahrenen leistungstragenden Übungsleiter ihre Absage zur Meisterschaft gegeben hatten, war an eine Teilnahme der Landesmeisterschaft in großem Umfang nicht zu denken. Heini alleine hätte nur drei bis vier Sportler mitnehmen können. Das wäre nicht nur unkameradschaftlich gegenüber den anderen Vereinskameraden gewesen, die sich auf diesen Höhepunkt vorbereitet haben, es wäre auch nicht vereinsdienlich. Denn ich denke, das können wir Übungsleiter untereinander abstimmen, wer bei welchem Wettkampf mit dabei ist, ohne dass Einer dabei überbelastet wird. So viel Vereinsinteresse und Vereinsverantwortung muss bei Jedem vorhanden sein. Denn bei den vorherigen Wettkämpfen hat das ja auch prima geklappt. Zum Glück hatte kurz vor knapp noch ein Übungsleiter zugesagt, so dass unser Trainer nicht alleine nach O’ thal fahren musste. Denn sonst wäre unser Medaillensegen wesentlich kleiner ausgefallen.
Unser kleines Team von 10 Sportlern reduzierte sich dann noch einmal durch Krankheit. Unsere nun noch neun Rennläufer wollten es auch in diesem Jahr wissen, nachdem sie im letzten Jahr in Altenberg so erfolgreich abgeschnitten hatten. (sieben Einzelmedaillen, zweimal Staffelmetall)
Leider gab es in diesem Jahr keine Staffelmeisterschaft. Ein Organisationsfehler, der dem Sächsischen Skiverband nicht passieren darf. Denn die Staffelmeisterschaften sind der kollektive Höhepunkt der Vereine. Und wenn man die Vereine in ihren Vereinsstrukturen erhalten möchte, dürfen solche Höhepunkte auf gar keinen Fall ausfallen.
Wir stehen in Oberwiesenthal im Skistadion bei Regen, zwei Grad plus und Nebel mit Sichtweite von 30 m. Eine total vereiste Kunstschneespur auf den Sprintstrecken von O‘ thal. Also, das beste Skilanglaufwetter. Die Sportler hatten sich in die Sportlerkabinen zurückgezogen. Das Wachsteam mit Holm und Volker hatte sich draußen eine windgeschützte Ecke gesucht. Aber der Regen von oben war schon nervig. Auf Grund der Wetterbedingungen hatte die Jury die Strecken auf die 2,5 km Runde beschränkt, was sehr vernünftig war. Eisiger Kunstschnee am Fichtelberg ist für uns nichts Neues. Das hatten wir schon einige Male. Ich hatte in der letzten Nacht nicht gut geschlafen, mir aber schon ein paar Wachsvarianten zurechtgelegt. Die Aufregung war den Vereinen anzumerken. Denn fast alle mussten bei uns vorbei, wenn sie ihre Ski auf der Strecke ausprobieren wollten. Mein Blick auf deren Laufsohlen verriet mir zufriedenstellend, dass mein Wachstipp nicht so schlecht war. Viele schickten ihre Rennläufer mit den neumodischen Rennschuppenski, Fell Ski oder Zero Ski zum probieren. Aber sehr ungläubige und fragende Gesichter kamen zurück. Ich hatte mich auch schon mal mit einem Zero Ski in Oberwiesenthal total vertan. Deshalb kamen für mich diese Oma Varianten nicht in Frage. Denn ein gewachster Rennski hat im Wettkampf immer seine Vorteile.
Bevor es hier aber zum ersten Rennen kam, gab es eine kleine Eröffnung. Und bei der Eröffnung musste auch ein Spartakiadefeuer den Olympischen Charakter nach Oberwiesenthal tragen. Und woher wurde das Fackelfeuer geholt? Der PSV Zittau entzündete das Fackelfeuer an beiden Tagen. Unter dem Motto: „Sportliche Grüße aus dem Zittauer Gebirge, alles für die Oberlausitz“.
Dann wurde es langsam ernst. Die Ski wurden präpariert und ausprobiert. Wir hatten das Wachs gut getroffen. Der Eine oder Andere wollte zur Sicherheit noch einen kleinen Nachbesserer. Heute stand der Sprint auf dem Programm. 500m Prolog Einzel in der klassischen Technik und dann am Nachmittag die Heats für die jüngeren Altersklassen. Ab den Junioren gab es heute die Kurzstrecke von 5km und bei den Damen die 2,5 km in der klassischen Technik. Das war ein Tagesprogramm.
Also, heute ging es nur um Geschwindigkeit und hohe Frequenzen.
Alle, bis auf Bruno, hatten gewachst. Er wollte die 500m durchschieben, was ihm auch super gelang, mit der schnellsten Zwischenzeit in seiner AK. Der erste Läufer von uns war Kalle. Auch er setzte in seiner Altersklasse die Bestzeit im Prolog. Damit rannte er am Nachmittag um die Medaillen. Jacob und Annika qualifizierten sich ebenfalls in den 1. Heat, wo es um das Edelmetall geht.
Dann war es so weit. Levana und Anna starteten über die 2,5 km. Das Rennen war schnell auf der schweren 2,5 km Runde. Denn in Oberwiesenthal entsprechen die Streckenprofile internationalen Anforderungen. Unsere Mädchen gingen gut ins Rennen. Lange liefen sie genau hintereinander. Am Ende hatte Levana das etwas bessere Stehvermögen auf ihren wackligen Beinen im Ziel. Sie gewann Bronze mit ihrem Lauf. Auch Anna mit ihrem 4. Platz gab einen würdigen Wettkampfeinstand im Land Sachsen. Gratulation den Beiden. Dann Massenstart über 5 km für alle Männer. Da unsere Läufer nicht im Sachsen Cup unterwegs sind, mussten sie alle aus der letzten Startreihe auf die Strecke gehen. Egal, ob du im letzten Jahr schon mal Sachsenmeister warst oder nicht. Eine ganz dämliche Regelung. Aber schlaue Leute immer nach vorn. Wir „Großen“ haben damit kein Problem, auch wenn das eine echte Benachteiligung darstellt. Nach der ersten Abfahrt hatte sich die Reihenfolge im Starterfeld schon komplett geändert. Franz und Lucas führen das Starterfeld den ersten langen Berg hinauf. Auch Anton hielt sich so etwa bei gesamt Position fünf auf. Bis jetzt lief alles nach Maß. In Runde zwei löste sich dann Franz von Lucas und lief souverän als Gesamtschnellster mit einer Zeit von 14:32 ins Ziel. Und das bei ganz schweren und nassen Bedingungen. Lucas gewann ebenfalls mit Abstand vor Anton die Altersklasse Junioren. Damit Gold und Silber für den PSV. Die Großen hatten geliefert, herzlichen Glückwunsch.
Kalle stand im 1. Heat und er wollte Revanche für die knappe Niederlage in Klingenthal bei den Landesjugend Spielen. Start, Doppelstock über die Startwiese und ab in den leichten Anstieg. Auch jetzt blieben die jungen Altersklassen alle auf der 500m Runde. Kalle hatte sich schon einen komfortablen Vorsprung von etwa 4 bis 5 Metern erarbeitet. Dann ging es in einem kleinen Bogen durch die Brücke in Richtung kurzer Anstieg über die Brücke. Kalle ganz sicher vorn. Dann… Stock zwischen die Beine, Sturz, Stock verloren, kurz orientierungslos und Verwirrung, dann auf in die Verfolgung. Denn der hinter ihm Laufende hatte Kalles Fehler ausgenutzt und war gnadenlos an ihm vorbei gestürmt. Schnell hatte Kalle nun 5 Meter Rückstand. Er kämpfte verbissen und am letzten kleinen Anstieg vor dem Ziel etwas kopflos bis zur Ziellinie. Auch der letzte Versuch mit einem Kopfsprung als Erster das Ziel zu erreichen, gelang ihm leider nicht mehr. Am Ende wurde er aber verdienter Vize- Sachsenmeister mit viel gezahltem Lehrgeld.
Auch Jacob machte einen guten Job in seiner Altersklasse, wo er mit um die Medaillen kämpfte. Am Ende steht er mit Platz fünf auf der Siegertribüne. Auch Anni bekam die Chance sich unter die besten Sechs in ihrer Altersklasse zu laufen. Nach etwas zu wenig Doppelstockeinsatz in der kleinen Abfahrt von der Brücke in Richtung Ziel hatte sie etwa vier Meter Rückstand auf Platz sechs. Sie kämpfte auf der Zielgeraden wie ein Held. Am Ende fehlten ihr aber etwa 40 cm, die sie in der Abfahrt verschlafen hat, bis zur Urkunde. Schade, sehr schade.
Nun war Bruno unser letzter Starter. Er war nach wie vor davon überzeugt, sein Rennen ohne Wachs zu laufen. Zweimal musste er die 500 m Runde durchschieben. War das zu schaffen? Ich hatte meine Zweifel. Die erste Runde lief nach seinem Geschmack. Aber in der zweiten Runde wurden die Arme schwer wie Blei und es schlichen sich kleine technische Fehler ein, die dann die Jury am Ende beanstandete und Bruno von Platz vier auf Platz fünf setzte. Der kleine Anstieg war leider nicht zweimal durch zu schieben. Keine Medaille aber dennoch ein beachtlicher Platz fünf.
In unserem Lieblingsquartier in Jöhstadt erwartete uns vertraute Umgebung. Herrliches Abendbrot und etwas Entspannung von dem zehrenden Wettkampftag. Kurze Wettkampfauswertung, (fünf Medaillen für den PSV) Einstimmung auf den zweite Wettkampftag und dann ab mit den Großen in den Skiraum, wo wir die Rennski für den nächsten Tag vorbereiteten.
Danach noch etwas Entspannung mit Olympia im Fernsehen. Hoffentlich aber nicht wie zur dürftigen und enttäuschenden Eröffnungsveranstaltung am Vorabend. Danach Nachtruhe.
07:00 Uhr trafen wir uns beim gemeinsamen Frühstück. Verpflegungsbeutel für den Tag mitnehmen und Abfahrt noch Oberwiesenthal. Es war sehr warm geworden und die Schneereste um unsere Unterkunft waren sehr weich. Aber oben am Fichtelberg hatte es geschneit. Eisige Spur mit Neuschnee. Ok, abwarten und die Ruhe bewahren. Der Altschnee war sehr warm und wird sich bestimmt durch die 1 cm dicke Neuschneedecke drücken. So dachte ich. Ein paar alt bekannte Trainer (alles Sportfreunde aus meiner Sportschulzeit) tauschten sich über die heutige Wachssituation mit mir aus. Erneut hatten wir fast die gleiche Meinung. Also packen wir es an. Unsere Großen gingen probieren. Unser Ski von gestern lief auch heute fast perfekt. Ein paar Feinabstimmungen wurden vorgenommen. Und ab in den Wettkampf. Heute hatten wir die Distanzrennen im Massenstart auf dem Plan. Startaufstellung erneut in der letzten Reihe. Ok, wir werden zeigen, was wir drauf haben.
Kalle startete als Erster. Schon nach der Startwiese hatte er sich auf Platz drei vorgearbeitet. Dann kam die erste Abfahrt. Am Ende war er schon auf Platz Eins. Den langen Anstieg von der zwei mal 1,25 km Runde kam er als Erster nach oben und baute systematisch seinen Vorsprung aus. Heute machte er keine größeren Fehler und wurde souverän Sachsenmeister. Jacob lieferte sich heute ein Millimeterrennen über die 3,75km bis auf die Ziellinie. In einem harten Endspurtfinale sicherte er sich hauchdünn den sechsten Platz, was Anni gestern leider nicht gelang. Aber Anni machte es heute von Anfang an etwas beherzter. Sie lief ein gutes Rennen und lies nichts auf der Strecke liegen. Am Ende wurde sie verdiente Vierte. Klasse, geht doch. Unsere Damen starteten über 5 km und liefen ein sehr gleichmäßiges Rennen. Die zweimal 2,5 km Runde ist sehr anspruchsvoll und nicht ganz einfach. Auch heute liefen sie lange Zeit bis auf ein paar Meter miteinander. Und auch heute konnte Levana am letzten Anstieg Anna ein paar entscheidende Meter abnehmen und wurde somit erneut Bronzemedaillengewinnerin und Anna wiederholte ihren vierten Platz vom Vortag. Super Mannschaftsleistung. Bruno musste mit den Männern vier Mal die 2,5 km Runde laufen. Das war eine ganz schöne Herausforderung. Aber heute mit Wachs auf den Brettern sollte da schon was möglich sein. Er lief ein tolles Rennen mit einer hervorragenden Technik und erkämpfte sich am Ende den vierten Platz. Anton und Lucas hatten heute einen echten Profi in ihrem Starterfeld. Ein Nordisch Kombinierer aus Oberwiesenthal, der bereits schon einige Starts im Continental- Cup zu verzeichnen hat. Ok, wir werden trotzdem kämpfen und nicht von vorn herein den Kopf in den Sand stecken.
Start. Die jungen Männer gingen alle gemeinsam auf die Strecke. Auch Franz stand erneut in der letzten Startreihe. Aber unsere Läufer konnten sich alle nach der ersten Abfahrt schon wieder unter den Ersten einfinden. Ein schnelles Brett mit gutem Stieg. 10 km, das bedeutet viermal die 2,5 km Strecke bei schlechter werdenden Schneebedingungen. (warm, nass, sehr langsam) Nach der ersten Runde hatten sich drei Läufer vom Hauptfeld absetzten können. Franz führte die Spitzengruppe an. Ihm folgten Lucas und der Kombinierer. Anton hatte viel Boden verloren, nachdem er am Ende der Abfahrt einen Sturz baute und dadurch seinen Stock verlor. Dabei war er von Platz zwei auf Platz vier zurück gefallen. Nun begann er mit der Aufholjagd. Franz lief an der Spitze sein einsames Rennen und baute seinen leichten Vorsprung etwas aus. Ihm folgte Lucas, der dem Kombinierer das Leben sehr schwer machte und ihn am Ende hinter sich ließ. Franz siegte mit einer Gesamtzeit von 30:53 min über 10 km in der klassischen Technik bei sehr schweren Bedingungen. Ebenfalls zum zweiten Gold rannte Lucas über die dieselbe Strecke. Anton kämpfte sich wieder nach vorn. In der letzten Runde machte er seine Bronzemedaille fest. Das war ein Rennen. Erneut fünf Medaillen für den PSV. Mehr als im letzten Jahr. Davon hätte ich nicht geträumt. Alle Läufer stehen bei der Siegerehrung vorn. Wir erringen fünf Goldmedaillen, 2 Silbermedaillen und 3 Mal Bronze. Glückwunsch an alle unser Läufer.
Das war eine ganz starke Leistung von unseren Läufern, die dabei waren.
Mit dem Spruch des Tages vom Landestrainer bei der Siegerehrung: „ Franz Heinrich, heute nicht bei den Olympischen Spielen in Italien, sondern hier in Oberwiesenthal bei den Sachsenmeisterschaften.“
Danke an unsere Läufer, die wir mit viel Jubel auf das Siegerpodium begleiteten.
Danke auch an Elke, Holm und Volker die wieder die perfekte Organisation im Griff hatten, damit solch eine Leistung erst zu Stande kommen kann. Wir freuen uns gemeinsam über das Erreichte. Danke.
Damit zeigt der PSV Zittau erneut seine Leistungsstärke auf Landesebene im Volkssportbereich. Da macht das Sport treiben so richtig Laune. Da zahlt sich unser kontinuierliches, dauerhaftes Jahrestraining aus. Ein Erfolg, durch alle Altersklassen hindurch. Nur das macht einen starken Verein erst aus. So bleiben wir hoffentlich noch einige Zeit aktiv und somit am Leben.
Damit es uns nicht geht, wie der Sportart Nordische Kombination bei Olympia. Wo man von Seiten des IOC diskutiert, diese Sportart aus dem olympischen Rahmenprogramm zu nehmen. Ich war selbst viele Jahre Nordisch Kombinierer und besuchte die Sportschule in Klingenthal. Ich war damals sehr stolz, diese Königsdisziplin der Wintersportarten zu betreiben.
Wenn ich mir allerdings heute die Kombinierer bei Olympia ansehe, ist das Volkssport auf höherem Niveau. Mit dieser Leistung, die diese Athleten anbieten, egal ob auf der Schanze oder noch viel schlimmer auf der Loipe, ist es kein Wunder, wenn diese Sportart aus dem Olympiaprogramm genommen wird. Die Sportler schaffen sich mit ihrer Nicht- Leistung selbst ab. Hoffentlich ist ihnen das bewusst. Wenn der schnellste Kombinierer der Welt in der freien Technik mit einer Zeit von 29:59 min nicht viel schneller als ein Sächsischer Landesmeister läuft, gehört diese Sportart wirklich nicht mehr zu Olympia.
Ski Heil
V. Heinrich Februar 2026